Maja, Ede und Hans-Jürgen – die spannende Namenssuche

Es soll ja Menschen geben, die schon immer einen Namen für ihr Kind im Kopf hatten. Für die allermeisten aber gilt, dass die wilde Namenssuche erst mit dem positiven Schwangerschaftstest beginnt. Zum Glück dauert eine Schwangerschaft neun Monate und damit hat man jede Menge Zeit im Dschungel der Vornamen den einen Richtigen zu finden. Und das ist gar nicht so einfach – da spreche ich aus Erfahrung. Schließlich muss so ein Name viele Kriterien erfüllen. Er sollte irgendwie unverwechselbar sein, aber auch nicht so exotisch, dass es peinlich wird. Er sollte zeitlos, aber trotzdem modern sein. Zu süß sollte ein Name auch nicht klingen, schließlich muss man auch im Erwachsenenalter noch mit ihm leben. In vielen Familien werden bestimmte Traditionen gepflegt, die berücksichtigt werden müssen. Insbesondere wenn die Eltern so verschiedener Herkunft sind wie wir, ist ein Name, der zudem international gut ankommt, auch nicht verkehrt.

Mein Tipp für alle werdenden Väter und Mütter lautet daher, notiert euch zunächst alle Namen, die irgendwie für euch in Frage kommen. Am besten macht zunächst jeder seine eigene Liste. Inspirationsquellen gibt es ja nahezu überall – ob im Freundes- und Familienkreis, im Abspann von Filmen, in Namensbüchern oder im Internet. Auch zu empfehlen sind die Bestenlisten bei Wikipedia. Die Liste der Formel-1-Weltfahrer liefert zum Beispiel Exoten wie Mika, Kimi, Nelson oder Keke. Etwas bodenständiger geht es bei der Liste der Physik-Nobelpreisträger mit Klassikern wie Serge, Arthur oder Peter zu. Wer sich über das Geschlecht noch im Unklaren ist, schaut sich einfach mal die Liste der Olympiasieger im Eiskunstlauf bei den Paaren an: Maja und Alexander, Tracy und Robert oder Andrea und Ede. Vielleicht ist die Zeit aber auch bald wieder reif für Marika und Hans-Jürgen?

Wenn ihr dann mehr als dreißig Namen zusammen habt, könnt ihr euch ans Aussortieren machen. Namen, die Probleme bei der Schreibweise oder der Aussprache machen, sollte man besser meiden. Im Idealfall passt der Name auch zum Familiennamen. Namen, aus denen sich peinliche Kosenamen ergeben, werden ebenso besser gestrichen. Auch Vornamen, die die Top-Ten-Listen anführen, gehören eher aussortiert, da sonst vielleicht die vierte Mia auf dem Spielplatz oder im Kindergarten herumtollt.

Haben sich jetzt bei euch schon Favoriten herauskristallisiert und ihr habt auch Übereinstimmungen? Dann könnt ihr die potenziellen Namen einige Tage ausprobieren. Fühlt sich der Name gut an, geht er gut über die Lippen? Volltreffer – oder ihr versucht einfach die Nummer zwei auf der Liste.

Ihr seht schon, auch ich habe kein Patentrezept. Ausschlaggebend ist ja nicht zuletzt der eigene Geschmack und die Empfindung, die man beim Klang eines Namens hat. Aber auch das Wohl des Kindes sollte dabei nie aus den Augen verloren werden. Was sind eure Namensfavoriten?

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